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Das Kirchenheft- Wichtige Tipps für „Bräute in spe“

Für viele Brautpaare hat die kirchliche Hochzeit einen hohen Stellenwert. Nicht nur, dass ihrer Herzensverbindung dabei Gottes Segen erteilt wird, auch die anschließende Feier ist häufig pompöser und extravaganter als bei der standesamtlichen Vermählung. Laut der Studie So heiratet Deutschland wird die Anzahl der kirchlichen Trauungen im Jahr 2019 von 36 auf 37 Prozent steigen. Damit die Gäste einen perfekten Überblick über den Ablauf der kirchlichen Trauung erhalten, verteilt das Hochzeitspaar die wichtigsten Informationen in Form von Kirchenheften. Bei der Gestaltung des Dokuments sind verschiedene Punkte zu beachten.

Kirchenheft: Vorschrift oder freiwillig?
Zunächst einmal ist es den zukünftigen Eheleuten überlassen, ob Sie ein Kirchenheft in Auftrag geben oder nicht. Eine zwingende Vorschrift existiert nicht. Wie die traditionelle Handhabe in der Heimatgemeinde ausfällt, erklärt der Pfarrer gerne in den Vorbereitungsgesprächen. Viele Brautpaare erstellen stilvolle, informative und persönliche Kirchenhefte zur Hochzeit mit Karten-Paradies.de.

Aufgabe des Kirchenheftes
Wer sich für ein Kirchenheft entscheidet, ermöglicht seinen Gästen einen Überblick über den Ablauf der Trauung. Es gibt grundsätzliche Elemente, die in dem katholischen, evangelischen oder ökumenischen Gottesdienst vorhanden sind. Dazwischen herrscht Spielraum zur persönlichen Gestaltung. Alle Idee werden im Vorfeld mit dem Priester abgestimmt.

Ablauf der katholischen Trauung
Das Brautpaar hat die Wahl, die Hochzeit im Rahmen eines Wortgottesdienstes oder einer heiligen Messe mit Eucharistie abzuhalten. Der Wortgottesdienst dauert rund 40 Minuten, die heilige Messe bis zu 75 Minuten.

  1. Die Eröffnung:
    • Einzug in die Kirche mit Musik
    • Liturgische Eröffnung der gottesdienstlichen Feier
    • Begrüßung der Anwesenden
    • Kyrie
    • Gesang
    • Tagesgebet
  2. Wortgottesdienst
    • Lesung
    • Gesang
    • Evangelium
    • Predigt
  3. Trauung
    • Befragung zur christlichen Ehebereitschaft
    • Segnung der Ringe
    • Abnahme des Trauversprechens
    • Bestätigung der Vermählung durch Trauzeugen
    • Trausegen
    • Gesang
    • Fürbitten
  4. Eucharistiefeier
  5. Abschluss
    • Schlussgebet
    • Gesang
    • Unterzeichnung der Traudokumente
    • Kirchenauszug mit musikalischer Untermalung

Programm der evangelischen Trauung

  1. Eröffnung
    • Pfarrer holt das Brautpaar vor der Kirche ab
    • Einzug mit musikalischer Untermalung
    • Votum und Begrüßung
    • Ankündigungen
    • Eingangspsalm
    • Gesang
    • Eingangsgebet
  2. Trauung
    • Ansprache zum Trauspruch
    • Gesang
    • Traufrage
    • Ringwechsel
    • Segnung
    • Lied
    • Fürbitten
  3. Abschluss
    • Vater unser
    • Übergabe der Traubibel an das Ehepaar
    • Segnung
    • Musikalisch begleiteter Auszug aus der Kirche
    • Verabschiedung des Brautpaares durch den Pfarrer an der Kirchenpforte

Die ökumenische Hochzeitszeremonie

Eine ökumenische Vermählung wird in der Regel dann gewählt, wenn einer der Brautleute unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören. Die Zeremonie findet in der Regel entweder in einer katholischen oder evangelischen Kirche statt. Dabei hat derjenige Pfarrer das Vorrecht, in dessen Gemeindehaus das Sakrament gespendet wird. Zusätzlich ist ein Priester der anderen Konfession anwesend.

Der Ablauf der Trauung richtet sich ebenfalls nach der katholischen oder evangelischen Vorgabe. Hier ist wieder die Glaubensrichtung, in der die Veranstaltung stattfindet, federführend. Allerdings gestalten die Pfarrer den Gottesdienst gemeinsam, auch das Brautpaar darf seine Wünsche und Vorstellungen einbringen.

Die Inhalte des Kirchenheftes

Zunächst sollten die wichtigsten Programmpunkte im Kirchenheft abgedruckt werden. Es ist wichtig, dass ein übersichtlicher Gesamteindruck entsteht und das Dokument nicht überladen wirkt.

Punkte, die gerne auf dem Kirchenheft erwähnt werden, sind:

• Kircheneinzug
• Lieder
• Gebete
• Treueschwüre
• Ringtausch
• Eheernennung
• Segnung
• Predigt
• Kirchenauszug

Im Normalfall werden nicht alle Gebete, die gesamte Predigt und sämtliche Lieder mit dem kompletten Wortlaut aufgeführt. Bei den Gesängen reicht bereits der Titel des Stückes. Wird ein Lied gemeinsam gesungen, dann ist es hilfreich, den Text abzudrucken.

Beliebte Lieder für die kirchliche Trauung

Im Vorbereitungsgespräch mit dem Pfarrer spielt häufig auch die Auswahl der Gesänge eine Rolle. Während einer katholischen Trauung werden im Durchschnitt fünf Musikstücke gespielt. Der Kirchenvertreter hat das Recht mitzubestimmen, welche Lieder in deinem Haus aufgeführt werden.

Beim Kircheneinzug ertönen gerne folgende Klänge:

• Hochzeitsmarsch von Felix Mendelssohn-Bartholdy
• Canon in D-Dur von Pachelbel
• Ankunft der Königin von Saba von Georg Friedrich Händel
• Halleluja Georg Friedrich Händel
• Dietro Casa von Ludovico Einaudi
• Brautchor aus Lohengrin von Richard Wagner

Durch die mächtigen Klänge der Orgel gewinnen die beeindruckenden Kompositionen noch mehr an Wirkung. Gänsehautschauer sind garantiert.

Beim Ringtausch und Auszug schlägt der Organist immer öfter auch moderne Töne an. Amazing Grace ist ebenso beliebt wie Love me tender von Elvis Presley, Morning has broken von Cat Stevens, Oh happy day von Aretha Franklin oder Grow old along with me von John Lennon. Wenn das Brautpaar ein gemeinsames Lieblingslied hat, dessen Text dem ehrwürdigen Veranstaltungsort entspricht, dann ist dies ebenfalls eine gute Option.

Paare, die den gesamten Gottesdienst gerne klassisch gestalten wollen, wählen bei Ringtausch unter anderem das Ave-Maria von Franz Schubert oder die Fuge in G-Dur von Johann Sebastian Bach. Wollen Eheleute nicht nur den Text, sondern auch die Noten der Musikstücke abbilden, werden sie unter anderem in der Liederkiste fündig.

Biblische Trausprüche

Was könnte es Angemesseneres geben, als das Wort Gottes auf dem Hochzeitsprogramm? Brautpaare, die einen schönen Trauspruch für ihre Vermählung wählen, drucken diesen gerne auf der Vorderseite des Heftes. Inspirierende Bibelverse sind unter anderem:
• “Euer Herz soll sich freuen, und Eure Freude soll niemand von euch nehmen.” Johannes 16, Vers 22
• “Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.” Römer 15, Vers 7
• “Die Liebe vergeht niemals.” Korinther 13, Vers 8
• “Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.” Korinther 13, Vers 13
• “Ihr aber seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt, sondern durch die Liebe dient einander.” Galater 5, 13
• “Dass Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen.” Psalm 85, 11

Gebete und Lesungen

In vielen Gemeinden dürfen Braut und Bräutigam auch bei der Auswahl von Lesungstexten und Evangelien Einfluss nehmen. Gibt es besonders ergreifende Zitate, die während des Gottesdienstes verkündet werden, dann freuen sich die Anwesenden sicherlich auch hier über die gedruckte Erinnerung auf dem Kirchenheft.

Hinweise und Danksagungen

Eine schöne Respektsbekundung ist die namentliche Nennung von Pfarrer und Trauzeugen in dem Dokument. Außerdem freuen sich die anwesenden Helfer und Unterstützer über eine kleine Danksagung. Wichtige Anliegen beispielsweise zur Handynutzung während der Zeremonie können ebenfalls im Programmheft veröffentlicht werden. Viele Pfarrer wünschen sich außerdem einen Hinweis zur Kollekte.

Das Design des Programms

Was die Farb- und Motivauswahl betrifft, sollte das Kirchenheft mit der restlichen Hochzeitspapeterie abgestimmt sein. Von der Save-the-Date-Karte über die Einladung, die Tischkarten und das Trauungsheft bis zur Danksagung besitzen alle Dokumente idealerweise das gleiche oder ein ähnliches Design. Die Optik der Karten spiegelt gleichzeitig den Stil der Hochzeit wider.

Gerade bei den Kirchenheften sollten die gewählten Motive genau unter die Lupe genommen werden. Sind sie passend für den Anlass?

Das Format des Kirchenheftes

Zusätzlich stellt sich die Frage nach dem Layout des Dokuments. Die klassische Variante ist eine Klappkarte, die gegebenenfalls durch Einlegeblätter ergänzt wird. Sie besitzt in etwa die Größe einer gefalteten DIN-A4-Seite. Alternativ verwenden Hochzeitspaare auch gerne Kirchenhefte im Design einer langen Postkarte, auf der Vorder- und Rückseite bedruckt werden. Die zweite Option kommt vor allem dann in Frage, wenn weniger Text benötigt wird.

Die Gestaltung Vorderseite

Die Vorderseite ziert meist eine Überschrift. Diese kann zum Beispiel Kirchenheft, Hochzeitsprogramm, Trauzeremonie oder Liederheft heißen. Darunter stehen die Namen des Brautpaares und der Kirche, sowie Datum und Uhrzeit der Vermählung.

Gerne wird das Deckblatt mit einem Trauspruch versehen. Ein besonders persönlicher Eindruck entsteht, wenn ein Bild des Hochzeitspaars aufgedruckt wird. Wer kein Foto anbringen möchte, der kann auch romantische, edle oder verspielte Grafiken verwenden. Herzen, Blumenranken, Schleifen, Ringe und auch christliche Symbolik sind beliebt.

Je nachdem wie das Design ausfällt, eignen sich unterschiedliche Papiersorten. Bilderdruckpapier passt besonders gut, wenn Fotos aufgedruckt werden. Diese Ausführung verspricht klare Kontraste und brillante Farben. Sorten wie Leinenstrukturpapier verleihen eine edle Haptik. Gerade bei Naturhochzeiten oder Green-Weddings eignet sich Birken- oder Wurzelholzpapier mit sichtbaren Einschlüssen. Sie unterstützen den bodenständigen Stil der Feier.

Dadurch, dass die Kirchenhefte im Rahmen der kirchlichen Trauung überreicht werden, spielt das Gewicht des Papiers nur eine nebensächliche Rolle. Die Dokumente müssen schließlich nicht in den gebührenpflichtigen Postversand.

Die Inhalte der Innenseite

Gäste, die das Kirchenheft aufschlagen, finden dort zum Beispiel einen groben Ablaufplan der Trauung, die Liedtexte und Gebete. Vereinzelt werden auch Fürbitten abgelichtet. Selbstverständlich ist es möglich, alle Musikstücke und Lesungen abzudrucken. Dann sollte ein mehrseitiges Kirchenheft erstellt werden. Dadurch wird Übersichtlichkeit garantiert. Je umfangreicher die Papeterie, desto höher die Druckkosten.
Auf die Größe der Schrift und den Zeilenabstand ist zu achten. Es ist wichtig, dass die Inhalte des Hochzeitsprogramms leserlich abgebildet sind. Auch die älteren Gäste müssen problemlos die einzelnen Wörter entziffern können.

Die Rückseite für Danksagung und Hinweise

Zum Abschluss darf dem Priester, den Blumenkindern und Trauzeugen gedankt werden. Außerdem existiert hier noch Platz für Anmerkungen zum Sektempfang, der Anreise zur Party-Location und dem weiteren Programm.

Rechtliche Hinweise zu den Kirchenliedern

Wer im Kirchenheft Lieder veröffentlichen möchte, der bewegt sich rechtlich auf dünnem Eis. Laut § 53 Abs. 4 UrhG dürfen Noten und Texte nur mit der Zustimmung des Urhebers oder Verlegers vervielfältigt werden. Ein Ausweg ist es, ältere Musikstücke zu nutzen. Im Normalfall erlischt das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Ableben des Verfassers.

Absolut rechtssicher ist es, nur die Titel und zugehörigen Interpreten beziehungsweise Komponisten im Hochzeitsprogramm abzudrucken. Wem das nicht ausreicht, der kann trotzdem ein Liederheft anbieten. Falls die Gebühren an die GEMA für die Nutzung der Stücke vermieden werden sollen, können GEMA-freie Musikstücke gewählt werden. Einige Brautpaare halten die Gestaltung des Kirchenhefts nach dem Motto: “Wo kein Kläger da kein Richter.” Das ist natürlich richtig, aber dennoch ist bei dieser Vorgehensweise eine gewisse Vorsicht angesagt.

Für weitere Information besuchen Sie KARTENPARADIES.de

 

 

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