{"id":3190,"date":"2018-11-21T09:00:19","date_gmt":"2018-11-21T08:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/?p=3190"},"modified":"2018-11-22T14:25:10","modified_gmt":"2018-11-22T13:25:10","slug":"im-interview-couture-designer-emanuel-hendrik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/im-interview-couture-designer-emanuel-hendrik\/","title":{"rendered":"Im Interview: Couture Designer Emanuel Hendrik"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p>Er ist der \u201eBelle Rebelle\u201c unter den Brautmoden-Designern und fertigt seit 2011 individuelle Bridal Couture und extravagante Mix &amp; Match-Dresses mit l\u00e4ssigem Beach Spirit: Die Rede ist von Emanuel Hendrik, der mit seinem gleichnamigen Label die Brautmodenwelt aufgemischt hat. Wir haben mit dem Wahl-D\u00fcsseldorfer \u00fcber sein einzigartiges Konzept gesprochen.<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3191 alignleft\" src=\"https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_14h55_59.png\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_14h55_59.png 211w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_14h55_59-208x300.png 208w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_14h55_59-150x217.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herr Hendrik, wie sind Sie zum Design gekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Schon als kleiner Junge war ich sehr kunstinteressiert. Mit sechszehn bin ich dann im Zuge eines Sch\u00fcleraustauschs nach Neuseeland geflogen. Die Natur, der Beach, die offene Gesellschaft dort \u2013 das alles hat mir so gut gefallen, dass ich nicht mehr zur\u00fcck wollte. Zudem war ich auf einer sehr k\u00fcnstlerisch ausgerichteten Schule, an der F\u00e4cher wie Fotografie, Design und Malerei gelehrt wurden \u2013 so etwas gab es damals in Deutschland noch gar nicht.<\/p>\n<p>Ich hatte in Neuseeland die M\u00f6glichkeit, mich als K\u00fcnstler zu entwickeln und erhielt ein Stipendium f\u00fcr die Victoria University in Wellington, wo ich mich f\u00fcr den Studiengang Architektur einschrieb. Doch schon nach der ersten Vorlesung war mir klar, dass das nichts f\u00fcr mich war \u2013 so wechselte ich zum Studiengang Industrie-Design, den ich nach vier Jahren mit Auszeichnung abgeschlossen habe.<\/p>\n<p><strong>Und dann haben Sie Ihr eigenes Label gegr\u00fcndet? <\/strong><\/p>\n<p>Nein, ich bin zur\u00fcck nach Deutschland gereist \u2013 ich wollte ja auch irgendwann mal arbeiten, anstatt nur zu surfen \u2013 und war zun\u00e4chst zwei Jahre als Berater t\u00e4tig. Ich analysierte M\u00e4rkte und Zielgruppen, und entwickelte gezielt darauf zugeschnittene Designs \u2013 aber eben f\u00fcr andere. Irgendwann dachte ich mir: \u201aDas kann ich besser\u2018, und machte mich mit einem eigenen HAKA-Label selbstst\u00e4ndig. Meine Anzugkreationen waren sehr bunt und sehr extravagant: Mal mit kurzer Hose, mal mit wilden Stoffen oder auff\u00e4lligen Applikationen. Sie waren so extravagant, dass schon bald die ersten Br\u00e4utigame bei mir im Atelier standen \u2013 und dar\u00fcber kamen dann auch die Br\u00e4ute.<\/p>\n<p><strong>Vermutlich Br\u00e4ute, die nach ganz unkonventionelleren Kreationen suchten?<\/strong><\/p>\n<p>Genau: M\u00e4dels, die zum Beispiel ein bisschen t\u00e4towierter waren oder am Strand heiraten wollten. F\u00fcr die Braut war es ein echtes Erlebnis, wenn ich die Entw\u00fcrfe zeichnete und ihre speziellen W\u00fcnsche und Vorstellungen zu Papier brachte \u2013 nat\u00fcrlich nicht, ohne meine individuelle Handschrift einflie\u00dfen zu lassen. Ich weitete schon bald die Schneiderei in meinem D\u00fcsseldorfer Atelier aus und suchte in ganz Europa nach neuen, feinen Stoffen, die so hier in Deutschland nicht zu bekommen waren. Ich wollte immer, dass meine Braut sch\u00f6n aussieht \u2013 und das ist bis heute das Wichtigste f\u00fcr mich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3193\" src=\"https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40.png\" alt=\"\" width=\"830\" height=\"927\" srcset=\"https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40.png 830w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40-269x300.png 269w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40-768x858.png 768w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40-466x520.png 466w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40-150x168.png 150w, https:\/\/www.bridal-times.com\/de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2018-11-17_15h04_40-448x500.png 448w\" sizes=\"auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/p>\n<p><strong>Sch\u00f6n sehen sie definitiv aus \u2013 insbesondere in Ihren Mix &amp; Match-Kreationen, durch die Sie ja erst richtig bekannt wurden \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Ja, ich tendierte mit meinen Braut-Designs nach und nach immer mehr in die l\u00e4ssige Beach-Richtung, und so entstanden schlie\u00dflich die Zweiteiler, bestehend aus Body und Rock. Sp\u00e4ter kamen noch die Schleppen hinzu. Mir war wichtig, dass meine Brautmode nachhaltig ist \u2013 ich wollte etwas kreieren, das mehr als einmal getragen werden kann. Die Bodies sind in der Maschine bei 30 Grad waschbar und kommen h\u00e4ufig in den Flitterwochen erneut zum Einsatz, etwa f\u00fcr schicke \u201aAngeber-Bilder\u2018 im Wasser \u2013 das lieben meine Br\u00e4ute!<\/p>\n<p><strong>Und das lieben vermutlich auch die H\u00e4ndler, oder? <\/strong><\/p>\n<p>Ja, der Handel sch\u00e4tzt sehr, dass wir so auf Nachhaltigkeit und Qualit\u00e4t fokussiert sind. Alle Emanuel Hendriks Kreationen sind \u201eMade in Germany\u201c, ausschlie\u00dflich aus europ\u00e4ischen Materialien gefertigt und haben eine ganz eigene, hochwertige Handschrift, die sich nat\u00fcrlich auch in der gesamten Markenkommunikation widerspiegelt. Aus diesem Grund bin ich auch wahnsinnig viel unterwegs und bei den meisten Shootings pers\u00f6nlich vor Ort.<\/p>\n<p>F\u00fcr meine H\u00e4ndler ist es sehr wichtig, dass sie gut betreut werden \u2013 dazu geh\u00f6rt auch ein kontinuierlicher Austausch. Gemeinsam mit ihnen veranstalte ich regelm\u00e4\u00dfig Designer Days und rede mit den Kundinnen vor Ort. Nur, wenn ich das Feedback der Br\u00e4ute und H\u00e4ndler kenne, kann ich bestehende Designs entsprechend optimieren. Die Br\u00e4ute sollen am Ende gl\u00fccklich sein und in meinen Kreationen das Maximum an Komfort genie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Kann denn eine Brautrobe wirklich komfortabel sein? <\/strong><\/p>\n<p>Ja, nat\u00fcrlich \u2013 unser Rockmodell Tullina ist das beste Beispiel daf\u00fcr: Der relativ pomp\u00f6se Rock ist aus 35 Metern T\u00fcll gefertigt, der die Braut mit seinen sechs opulenten Lagen doch vor allem vor eine gro\u00dfe Herausforderung stellt: Wie gehe ich damit auf die Toilette? Aus diesem Grund habe ich ihn einfach als Wickelrock kreiert, der sich bequem seitlich \u00f6ffnen l\u00e4sst \u2013 kein m\u00fchsames Hochheben und kein Knittern mehr. Zudem kann der Rock dank eingearbeiteter Druckverschl\u00fcsse in der Bundweite und somit auch in der L\u00e4nge reguliert werden \u2013 wenn sich die Braut also abends unbemerkt ihrer High Heels entledigen m\u00f6chte, tr\u00e4gt sie den Rock einfach auf der H\u00fcfte anstatt in der Taille.<\/p>\n<p>Das zeichnet \u00fcbrigens all meine Mix &amp; Match Kreationen aus: Dass man den Look tags\u00fcber variieren kann \u2013 so k\u00f6nnen besonders mutige Br\u00e4ute beispielsweise auch Schleppe und Body zur Party am Abend ganz ohne Rock tragen. Und genau das ist der Spirit, die meine Designs transportieren sollen: Leichtigkeit. Ich entwerfe Brautkleider, die einfach cooler, frecher und l\u00e4ssiger sind \u2013 gemacht f\u00fcr selbstbewusste und starke Frauen, die mitten im Leben stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu Emanuel Hendrik finden Sie <a href=\"http:\/\/emanuelhendrik.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Er ist der \u201eBelle Rebelle\u201c unter den Brautmoden-Designern und fertigt seit 2011 individuelle Bridal Couture und extravagante Mix &amp; Match-Dresses mit l\u00e4ssigem Beach Spirit: Die Rede ist von Emanuel Hendrik, der mit seinem gleichnamigen Label die Brautmodenwelt aufgemischt hat. Wir haben mit dem Wahl-D\u00fcsseldorfer \u00fcber sein einzigartiges Konzept gesprochen. &nbsp; Herr Hendrik, wie sind Sie zum Design gekommen? Schon als kleiner Junge war ich sehr kunstinteressiert. Mit sechszehn bin ich dann im Zuge eines Sch\u00fcleraustauschs nach Neuseeland geflogen. 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