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Neue Erkenntnisse von Bridify zu Brautkleid-Budgets und Stilvorlieben

Eine neue Auswertung des Nutzungsverhaltens in der Bridify-App gibt Einblicke in Brautkleidbudgets, regionale Vorlieben und die Frage, wie viel der erste Kleiderwunsch einer Braut tatsächlich verrät.

„Ich suche ein Kleid in A-Linie.“ Kaum ein Satz dürfte in Brautmodengeschäften häufiger fallen. Doch wie viel sagt dieser erste Wunsch über das Kleid aus, in das sich eine Braut am Ende verlieben wird? Und was verraten ihr Budget und ihr Wohnort über ihre Vorlieben?

Mit der Brautkleid-App Bridify können Bräute Modelle führender Brautmodenmarken entdecken, ihre Favoriten speichern und Geschäfte in ihrer Nähe finden, die diese Kleider führen. Zugleich gewinnt Bridify durch die Nutzung der App wertvolle Einblicke in die Wünsche der Bräute. So lässt sich unter anderem vergleichen, welche Vorlieben sie bei der Anmeldung angeben und welche Kleider ihnen später beim Swipen tatsächlich gefallen.

Die jüngsten Auswertungen von Bridify zeigen interessante und teils überraschende Muster bei Bräuten in Deutschland und im Vereinigten Königreich. Im Mittelpunkt stehen dabei das Budget, der Wohnort und die bevorzugten Silhouetten.

Wo Bräute mit höheren Budgets leben

Im Fragebogen bei der Anmeldung zur Bridify-App wählten Bräute aus London deutlich häufiger die höchste Budgetkategorie als Bräute aus anderen Teilen des Landes. Dies war der größte regionale Budgetunterschied, den Bridify in den beiden untersuchten Märkten feststellte. Zwischen Bräuten aus Nord- und Südengland gab es dagegen keine erkennbaren Unterschiede bei den angegebenen Budgets.

Auch Deutschland hielt eine Überraschung bereit: In den Großstädten lagen die Budgets keineswegs höher. Berlin, Hamburg und Bremen blieben sogar leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Deutlichere Unterschiede zeigten sich zwischen Bayern und Baden-Württemberg einerseits und den ostdeutschen Bundesländern andererseits. In den beiden südlichen Bundesländern gaben Bräute wesentlich höhere Budgets an als im Osten.

Diese Zahlen beziehen sich auf die Budgets, die Bräute bei der Anmeldung nennen, und nicht auf ihre tatsächlichen Ausgaben. Raffael Schulz, Gründer der Bridify-App, erklärt, dass die Nutzerinnen einen guten Grund haben, ihr Budget realistisch anzugeben: Davon hängt ab, welche Kleider ihnen in der App angezeigt werden.


Mit steigendem Budget gewinnt die Prinzessinnen-Silhouette an Beliebtheit

Die Daten zeigen, wie sich die Vorlieben mit der Höhe des Budgets verändern. In Deutschland sinkt der Anteil der A-Linie von 47 auf 34 Prozent. Gleichzeitig steigt der Anteil der Prinzessinnen-Silhouette von 16 auf 30 Prozent und der Meerjungfrauen-Silhouette von 11 auf 17 Prozent. Im Vereinigten Königreich zeigt sich eine ähnliche Entwicklung: Der Anteil der A-Linie geht von 45 auf 32 Prozent zurück, während die Prinzessinnen-Silhouette von 15 auf 28 Prozent zulegt. Die Meerjungfrauen-Silhouette bleibt dort vergleichsweise stabil.


Der Wohnort beeinflusst das Budget stärker als den Geschmack

In den untersuchten Regionen Deutschlands und des Vereinigten Königreichs zeigten sich keine nennenswerten regionalen Unterschiede bei den bevorzugten Silhouetten. Das galt sowohl für die Wünsche, die Bräute bei der Anmeldung äußerten, als auch für die Kleider, die ihnen später beim Swipen gefielen.

Beim Budget ließ sich dagegen ein Muster erkennen: Je höher das angegebene Budget, desto stärker verlagerte sich die Vorliebe in beiden Märkten von der A-Linie zur Prinzessinnen-Silhouette. In Deutschland sank der Anteil der A-Linie an den ausgewählten Kleidern von etwa der Hälfte auf rund ein Drittel, während sich der Anteil der Prinzessinnen-Silhouette nahezu verdoppelte. Im Vereinigten Königreich zeigte sich eine vergleichbare Entwicklung.

Eine Ausnahme bildete die Meerjungfrauen-Silhouette. Deutsche Bräute wählten sie mit steigendem Budget immer häufiger. Bei britischen Bräuten nahm das Interesse zunächst in den mittleren Budgetkategorien zu, bevor es in der höchsten Kategorie wieder ungefähr auf das Ausgangsniveau zurückging.

Der Wunsch nach einer A-Linie lässt Raum für andere Silhouetten

Eine der spannendsten Erkenntnisse von Bridify betrifft die wohl bekannteste Silhouette der Branche: Von den Bräuten, die genau eine bevorzugte Silhouette angaben, entschieden sich sieben von zehn für die A-Linie.

Doch gerade diese Angabe ließ weniger zuverlässig darauf schließen, welche Kleider später auf dem Moodboard einer Braut landen würden. Bräute, die sich anfangs für die Prinzessinnen-Silhouette entschieden hatten, blieben dieser Vorliebe mit nahezu doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit treu.

Bridify bringt die Erkenntnis bewusst zugespitzt auf den Punkt: „Betrachten Sie eine Braut, die eine A-Linie nennt, als noch unentschieden – und nicht als bereits auf diese Silhouette festgelegt.“

Die Erklärung dürfte vielen im Brautmodenhandel vertraut sein. Die A-Linie ist tief in unserer Vorstellung davon verankert, wie ein Brautkleid aussieht. Sie ist bekannt, schmeichelt vielen Figuren und ist in den Kollektionen breit vertreten.

Natürlich kann sich hinter dem Wunsch nach einer A-Linie eine echte Vorliebe verbergen. Manchmal ist sie aber auch einfach die sicherste Antwort, solange eine Braut noch gar nicht entdeckt hat, was ihr sonst gefallen könnte.

Für die Beratung ist dieser Unterschied entscheidend. Gerade die Braut, die nach einer A-Linie fragt, könnte davon profitieren, auch einmal etwas Unerwartetes anzuprobieren.


Die A-Linie als Standard

Sieben von zehn Bräuten mit nur einer angegebenen Wunsch-Silhouette nannten also die A-Linie. Dennoch war sie unter den drei wichtigsten Silhouetten der unzuverlässigste Hinweis darauf, welche Kleider einer Braut später tatsächlich gefallen würden.


Wie aussagekräftig der erste Kleiderwunsch einer Braut ist

Aussagekräftiger, als man vielleicht vermuten würde. Bridify stellte fest: Die Wahrscheinlichkeit, dass einer Braut ein Kleid gefiel, war rund zweieinhalbmal so hoch, wenn es einer bei der Anmeldung genannten Silhouette entsprach, als wenn dies nicht der Fall war.

Allerdings sind sich nicht alle Bräute gleichermaßen sicher. Von jeweils 100 untersuchten Bräuten zeigten 44 eine klare oder sehr starke Vorliebe für die ursprünglich gewählte Silhouette. Die übrigen 56 waren beim späteren Swipen deutlich offener für andere Formen.

Ein höheres Budget ging dabei nicht mit größerer Sicherheit einher. Bräute mit höheren Budgets hielten sogar etwas weniger konsequent an ihren ursprünglichen Vorlieben fest, wobei der Unterschied gering war. Ein größeres Budget bedeutet also nicht automatisch, dass eine Braut schon genau weiß, was sie möchte.

Die anfänglichen Angaben bleiben dennoch relevant. Laut Bridify ließen sich daraus selbst nach Hunderten von Swipes noch Rückschlüsse darauf ziehen, welche Kleider einer Braut gefallen würden.


Wie viel uns ihre Antwort bei der Anmeldung verrät – pro 100 Bräute

Die durchschnittliche Braut liegt irgendwo dazwischen. Entscheidend ist jedoch die Bandbreite: Bei etwa jeder siebten Braut sagt die erste Antwort praktisch nichts darüber aus, welche Kleider ihr später gefallen. Eine weitere große Gruppe tendiert zwar zu der ursprünglich genannten Silhouette, aber nur leicht. Am anderen Ende steht jede zehnte Braut mit einer sehr ausgeprägten Vorliebe für die von ihr genannte Form.


Vom Swipen zur Anprobe

Diese Erkenntnisse erklären auch, warum Bridify die anfänglichen Vorlieben einer Braut nicht als starre Filter verwendet. Ihre Angaben beeinflussen zwar, welche Kleider sie sieht. Die App zeigt ihr aber weiterhin andere Möglichkeiten und lernt aus dem, was ihr beim Swipen tatsächlich gefällt.

Für den Brautmodenhandel steckt hinter all diesen Daten eine vertraute Erkenntnis.

Hören Sie zu, wenn eine Braut Ihnen sagt, was sie sich wünscht. Ihre Antwort ist wertvoll. Lassen Sie jedoch Raum für andere Möglichkeiten.

Eine Braut mag fest davon überzeugt sein, dass sie eine A-Linie möchte. Und dann ist es ausgerechnet das Kleid, das sie selbst nie ausgewählt hätte, in dem sie sich plötzlich als Braut sieht.

Die Daten von Bridify belegen mit Zahlen, was erfahrene Brautmodenberaterinnen und -berater seit Jahren wissen: Manchmal beginnt die Suche nach dem richtigen Kleid damit, einer Braut die Freiheit zu geben, ihre Meinung zu ändern.

Für weitere Informationen über die App, besuchen Sie Bridify.

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