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Nathalie Zenker Inhaberin von „SAY YES“ in München eröffnet „Little Broutlet“

Bridal Times hatte die Gelegenheit, mit Nathalie Zenker, Inhaberin von “Say Yes” zu sprechen. Sie berichtet uns über ihr exklusives Brautmodengeschäft in München, aktuelle Trends und ihr, mitten in der Pandemie, neu eröffnendes Brautmodengeschäft “Little Broutlet”.

Frau Zenker, Was hat Sie dazu bewogen, Ihr erstes Brautgeschäft „SAY YES“ in München zu eröffnen, und wie lange sind Sie schon in dieser Branche tätig – wie war Ihr Werdegang?

Durch mein Modejournalismus Studium an der AMD in München, war mir vollkommen klar, dass ich mit Mode, Design und umgeben von Ästhetik arbeiten möchte.  Bis Juli 2015 war ich für verschiedene Frauenmagazine wie COSMOPOLITAN und COVER als Moderedakteurin tätig.  Es war jedoch immer der Wunsch nach etwas eigenem im Herzen.  Da ich aus einer Unternehmerfamilie stamme und neben meinen Eltern auch meine beiden Brüder selbstständig sind, war im Oktober 2015 die Idee für SAY YES geboren und im Mai 2016 haben wir die Boutique eröffnet.

Erzählen Sie uns, was die Braut in spe in Ihrem Brautmodengeschäft entdecken kann und was „SAY YES“ so einzigartig macht?

Zunächst war es mir wichtig, mit dem Betreten unserer Boutique eine ganz eigene, exklusive Welt zu schaffen. Elegantes Interior Design, eine kleine Kollektion ausgesuchter Modelle, aber vor allem das Gefühl, das ganze Geschäft und den Berater für sich allein zu haben ist unser Konzept. Eben wenige Stunden dem Alltag entfliehen können und der Braut eine unvergessliche Anprobe zu ermöglichen.

„SAY YES“ in München

Erzählen Sie uns von der „Münchner“ Braut. Gibt es hier bestimmte Trends oder Stilrichtungen, die derzeit in Bayern sehr populär sind?

Die Münchener Braut ist in den seltensten Fällen ein echtes „Münchener Kindl“. Durch verschiedenste Gründe ist München eine Stadt, die sehr viele unterschiedliche Menschen anzieht und dadurch ist der Anspruch enorm hoch. Zum einen, weil unsere Kundinnen jobbedingt schon die Welt bereist haben und damit der Horizont sehr weit ist, aber auch Qualität an oberster Stelle steht. Das Budget ist dementsprechend auch hoch. Interessanterweise sind Münchener Bräute, aber egal wo Ihre Heimat, ist mit der Stand und unserer Umgebung stark emotional verwachsen. So finden viele Hochzeiten idyllisch auf Almen, in Landhotels oder Scheunen statt. Also ein wunderbarer Mix aus anspruchsvollem Design rund um die Welt in beschaulicher Umgebung. Die Welt, zuhause in München quasi.

Würden Sie uns Ihren persönlichen Lieblingstrend in der Brautmode verraten?

Das ist gar nicht so einfach, weil in meiner Brust auch zwei Herzen schlagen. Ich bin fasziniert von aufwändigen Kleidern, von Federn, faszinierenden Prints und Stickereien oder aufwendiger Spitze. Wenn ich mich allerdings entscheiden müsste, ist Minimalismus ungeachtet der Form mein persönliches Highlight. Ob ausladend oder schmal geschnitten – schlichte und elegante Kleider packen mich jedes Mal.

Herzlichen Glückwunsch zur Eröffnung von „Little Broutlet“! Erzählen Sie uns über „Little Broutlet“ und wie unterscheidet es sich von „SAY YES“ in München?

Unser kleines Outlet für Brautmode entwickelt sich gerade zur kleinen Schwester von SAY YES.  Zunächst einmal ist die Preisspanne eine ganz andere. Wir versuchen dort die Modelle – alles Ausstellungsstücke von SAY YES aus früheren Kollektionen – unterhalb der 1000 Euro Grenze zu halten. Ein weiteres Herzensanliegen ist es, coolen Schmuck, besondere Headpieces und weitere Accessoires anzubieten. Dafür muss man auch nicht immer Braut sein. Eine coole Tasche? Selbst Gast auf einer Hochzeit? Dann ist man im Little Broutlet genau richtig.

Little Broutlet in München

Wie haben Sie sich entschieden, „Little Broutlet“ in schwierigen Zeiten zu eröffnen? Hatten Sie während der Pandemie große Herausforderungen zu bewältigen, um das Geschäft eröffnen zu können?

Die Eröffnung unseres kleinen Stores stand im März kurz bevor. Der krisenbedingte Lockdown hat uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht.  Wir haben zwei ganz wunderbare Ladies vor Ort, beide ehemalige SAY YES Bräute – die nun dort arbeiten und beratend zur Seite stehen. Uns allen war schnell klar, dass wir das „Little Broutlet“ erstmal nur von Donnerstag-Samstag öffnen. Wie sich das Geschäft entwickelt, müssen wir aktuell noch abwarten. Besonders positiv ist, dass es im Little Broutlet Kleider zum „mitnehmen“ gibt und wir so auch Bräuten helfen können, die durch die Krise auf eine spontane Hochzeit angewiesen sind.

Was war die größte Anpassung bzw. Veränderung, die Sie vornehmen mussten, um ein sicheres Umfeld in Ihrem Brautgeschäft zu gewährleisten?

Durch unser Konzept, dass die jeweilige Gruppe, die bei SAY YES einen Anprobe-Termin hat, ohnehin ohnehin exklusiv im Geschäft ist, gab es keine allzugroßen Herausforderungen. Wir lassen nur jetzt mehr Platz zwischen den Terminen, damit wir nach und damit vor jedem Kunden die Geschäftsräume desinfizieren können. Für mich ist die größte Veränderung allerdings das tägliche Tragen der Schutzmaske. Es ist deutlich schwieriger die Emotionen der Braut und der Begleitungen einzuschätzen. Glänzende Augen sind etwas Schönes, aber es gehört eben auch das Lächeln dazu.

Little Broutlet in München

Sie führen zwei Brautmodengeschäfte, die während einer Krise in Betrieb sind, was erhoffen Sie sich in Zukunft für die Brautmodenindustrie?

Ich bin ehrlich und erhoffe mir, dass das Überangebot an Brautmode wieder etwas zurückgeht. Weiße Kleider für Hochzeiten sind gefühlt omnipräsent. Selbst große Modeketten bieten nebst klassischer Mode Brautmode an. Ich bin überzeugt, dass diese Entwürfe in ein Fachgeschäft mit kompetenter Beratung gehören.

Was raten Sie den Brautleuten, die in diesem Jahr ihre Hochzeiten absagen mussten?

Wie vermutlich jedes Brautgeschäft pflegen wir einen besonders engen Draht zu unseren Kundinnen und daher darf ich diese Gespräche des Öfteren führen. Mein Rat für die Brautpaare, die Ihre Hochzeit verschieben mussten, ist es jetzt, bloß nicht die Freude zu verlieren und der eigenen Hochzeit einen faden Beigeschmack zu geben. Wie im Dornröschenschlaf sollten die Dinge ruhen gelassen und dann mit selbem Enthusiasmus wieder wachgeküsst werden. Im Endeffekt soll es an diesem besonderen Tag ja nur um das Brautpaar gehen und durch die aktuelle Situation gibt es einige Einschränkungen – also ist die verschobene Hochzeit im Nachgang sicherlich die richtige Entscheidung. Die geplante Hochzeitsfeier ist genau so wunderschön, wenn sie an einem anderen Datum stattfindet.

Und was war der beste Rat, den Sie als Unternehmerin je von jemandem erhalten haben?

Der wertvollste Rat ist das eigene Ding zu machen und sich auf sein „Konzept und die eigene Vision“ zu konzentrieren. „Wie möchte ich mein Geschäft führen und meine Kunden beraten?“ Es bringt wenig nach links oder rechts auf andere Konzepte zu schauen und womöglich zu adaptieren. Wenn man sein Geschäft erfolgreich führen will, ist es wichtig seiner Idee treu zu bleiben und mit 100% dahinter zu stehen.

Wir bedanken uns bei Nathalie Zenker für dieses Interview.

Für weitere Informationen besuchen Sie SAY YES Munich oder Little Broutlet

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