Meghan und Harry, Harry und Meghan: Es gibt wohl kein Liebespaar, dass die Welt derzeit emotional so bewegt und begeistert. Die heutige Hochzeit der beiden Mittdreißiger wurde über TV und Radio in die gesamte Welt zu Millionen von Menschen live übertragen.
Schöne Gäste in Sommerkleidern
Der charmante Prinz und die emanzipierte Schauspielerin schlossen den Bund der Ehe in der „St. George’s Chapel“ in Windsor – Händchenhaltend vor dem Altar. Sie machten ein modernes Märchen wahr – vor 600 geladenen Gästen, die bei bestem Sommerwetter in schicken leichten „Morning Dresses“ und extravaganten Hüten in die dezent geschmückte Kirche Einzug hielten. Amal Clooney überstrahlte alle Anwesenden in einem gelben Kleid, Victoria und David Beckham kamen dezent in Dunkelblau, Tennis-Ikone Serena Williams präsentierte sich romantisch in Rosa. Sehr stilvoll und durchaus die Blickfänger unter den Gästen aus Medien und Adel, waren die Schauspiel-Kolleginnen von Meghan Markle aus den USA. Pippa Middleton erschien in guter Hoffnung in einem mint-farbenen Teadress mit Blumendruck. Kate trug ein hochgeschlossenes Ensemble in Ivory. Die Queen blieb ihrem Stil treu und trumpfte in einem Blumenkleid, kombiniert zu einem limetten-farbenen Mantel und Lila-Hut auf.
Konservative Zeremonie mit afrikanischen Einflüssen
Nach Smalltalk in der Kirche, ließen sich die Gäste nieder. Nun wurde die 36-jährige Braut von zehn Blumenkindern vor den Altar geleitet. Die zukünftige Duchess auf Sussex erschien in einem schlichten Seiden-Kleid von Claire Waight Keller aus dem Hause Givenchy, mit U-Boot-Ausschnitt, einem fünf Meter langen Schleier, bestickt mit je einer Blume aus den 35 Staaten des Commonwealth. Auf dem Kopf trägt die fast ungeschminkte Braut eine Tiara der Queen von 1923. Harry erwartete seine Frau in seiner Soldaten-Uniform und strahlte vor Rührung und Glück.
Die Zeremonie war von starken Worten des Pastors geprägt: Er verbreitete die Botschaft, dass das Leben in Liebe gelebt werden soll. Die Liebe sei so stark wie der Tod, so kraftvoll wie das Feuer. Ein Gospelchor sang „Stand by me“ aus vollem Herzen und bescherte Gänsehaut-Momente. Das emotionale Eheversprechen „Alles, was ich bin, gebe ich Dir. Alles, was ich habe, teile ich mit Dir“ rührte sowohl die Gäste in der Kirche, als auch die jubelnden Fans im Park vor der mittelalterlich-anmutenden Schlosskulisse zu Tränen.
Schade, dass aus Meghans Familie kaum jemand anwesend war. Nach Streitigkeiten mit ihren Halbgeschwistern und der Herzoperation des Vaters, wurde die Braut nur von ihrer Mutter begleitet. Doch daran schien Meghan gar nicht zu denken – ihre Augen waren stets auf ihren Harry gerichtet.
Ein Kuss vor tausenden Royal-Fans
Zum Abschluss der Eheschließung verließ Meghan Markle, nun offiziell die Duchess of Sussex, mit ihrem überglücklichen Ehegatten die Kirche. Das Paar küsste sich auf der Kirchentreppe unter tosenden Applaus, afrikanischen Gesängen und Freudenschreien. Bei der Kutschfahrt durch das kleine Örtchen Windsor wurde das Ehepaar von der königlichen Pferdegarde eskortiert. 100.000 Menschen gratulieren und feierten die frisch Vermählten – so, wie einst Prinzessin Diana und Prinz Charles. Die Atmosphäre war energiegeladen, euphorisch: heiter wie bei einem Volksfest.
Mit der Kutsche ins Schloss
Nachdem das Paar in ihrer Kutsche den „Long Walk“ zum Schloss passierte, lud die Queen zum Empfang. Bei einem Flying Buffet mit britischen Köstlichkeiten können sich die Gäste kennenlernen und vielleicht bandelt ja die ein oder andere Schauspielerin mit einem Adligen an?!
Am Abend geht es für „nur“ 200 Gäste nach „Frogmore House“, um im engsten Familienverbund und Freundeskreis so privat wie möglich zu feiern. Dort wird Meghan nach amerikanischer Tradition eine Hochzeitsrede halten – das gab es bisher beim britischen Königshaus noch nie.
Ein Märchen wird wahr
Auch, wenn Meghan nie Königin werden wird: Heute war sie es. Eine Königin der britischen und amerikanischen Herzen, Königin für die afro-amerikanische Community. Die ehemalige Schauspielerin und ihr Ehemann gelten zurecht als die neuen Hoffnungsträger der Monarchie, die durch ihre unkonventionelle, volksnahe und natürliche Art und Attitüde die Zukunft des britischen Königshauses sichern.
An diesem sonnigen Samstag feiert die ganze Welt im friedlichen Zusammensein ein bedeutungsvolles Fest der Liebe, Freude und Hoffnung. „Lege mich wie ein Siegel auf Dein Herz“, hieß es in der Predigt und wer Meghan und Harry zusammen sieht, spürt, dass dieser Tag ist nicht das Happy End ist, sondern der Anfang einer großen Liebe – mit dem Segen und Wohlwollen von Millionen Menschen. Ein Tag des Glücks, geprägt von Zuneigung, Wärme und Menschlichkeit. Diana wäre stolz gewesen.





