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Eine Sommer-Braut braucht Sommer-Stoffe!

Von Nora Höfler/Foto: Rene Pferner

Es ist Sommer! Und da ist Heiraten ja bekanntlich besonders schön! Sonnengeküsste Haut, das breiteste Lachen im Gesicht, perfekt manikürte Nägel und … Schweißperlen auf der Stirn! Das geht wahrscheinlich vielen Bräuten so, die an heißen Sommertagen heiraten, muss aber nicht – sofern Frau ihr Brautkleid weise wählt!

Welche Materialien für eine Sommer-Hochzeit besonders sinnvoll (und wunderschön!) sind hat uns der absolute Spezialist für Sommer-Brautmoden verraten, der Designer Emanuel Hendrik aus Düsseldorf. „Französische Spitze ist mein Favorit! Außerdem ganz, ganz leichte Chiffon-Seide – wir beziehen unsere aus England, die aus Indian stammt aus echten Fair Trade Bedingungen. Generell sollte es ein atmungsaktives Material sein, welches in der Sonne nicht zu doll glänzt, sondern eher seiden-matt schimmert.“

Photo by Anna Gewelding

Das sieht auch Christina Delchmann so. Sie ist die Inhaberin von Diamore Brautmoden in Brühl und berät oft Bräute, die in sehr heißen Regionen heiraten, wie beispielsweise Griechenland, Spanien oder Kroatien. „Ich empfehle diesen Bräuten in jedem Fall einen fließenden, leichten Stoff. Wunderschön ist Chiffon, Seiden- Chiffon oder Seiden-Musselin. Das ist natürlich immer auch eine Preisfrage. Jedoch ist auch synthetischer Chiffon ein tolles Material, um nicht zu schwitzen.“ „Grundsätzlich gilt es, ein leichtes Material zu tragen, damit Frau sich auch wirklich darin bewegen kann. Unsere Bodys und auch einige Röcke wiegen nicht mal ein Kilo, sodass die Braut lediglich 1,5 Kilogramm Stoff auf ihrem Körper trägt. Verzichten würde ich zum Beispiel auf einen Prinzessinnenrock, der hält nämlich warm wie eine Daunenjacke. Und auch Korsagen sind nicht optimal, da das Material fest gegen den Körper gedrückt wird, ebenso wenig wie lange Schleppen, die sehr schwer sind.“, rät Emanuel Hendrik.

Sollte Frau sich aber doch gerade diesen Look wünschen, weiß Christina Delchmann Abhilfe: „ Ein abnehmbarer Rock wäre da eine tolle Lösung. Für die ersten Stunden trägt man die Tüll-Lagen und wenn es zu warm wird klipst man den Rock einfach ab. Mit einem leichten Kleid darunter ist man auch gleich beweglicher und bereit für die Party.“

Photo by Matthias Holst

Für die perfekte Beach Hochzeit ist „weniger Stoff in dem Fall mehr! Mehr Bein zeigen, diese Transluzenz wenn die Sonne auf die Haut fällt sieht wunderschön aus. Auch leichte Seiden-Schleppen, die den Po ein bisschen verdecken und durch die die Sonne strahlt sind wunderschön. Dann fängt die Schleppe durch den Wind an zu tanzen.“ Eine Seiden-Schleppe ist jedoch sehr empfindlich und kann daher meistens nur das eine Mal getragen werden. „Eine nachhaltigere Variante ist eine Schleppe aus Viskose, diese ist waschbar und man kann sie auch noch zu einem coolen Festival-Look stylen.“, weiß Designer Emanuel.

Und was sind die persönlichen Sommer-Favoriten unserer Experten? „Ein Kleid mit einem A-Linien-Rock finde ich toll. Das liegt nicht ganz so eng am Körper an und die Luft kann darunter noch genug zirkulieren. Super finde ich auch einen langen Rock mit hohem Schlitz, das ist gerade für sehr heiße Tage unheimlich praktisch und sieht toll aus.“, erzählt Christina Delchmann.

Photo by Krolop & Gerst

Emanuel Hendrik findet Zweiteiler für eine Sommerhochzeit toll. Und auch den Jumpsuit „Claudia“ aus seiner aktuellen Kollektion: „Spanische Spitze auf hautfarbenem Oberteil und dazu eine Hose aus weitem Chiffon, die die Wärme nach außen transportiert. Dazu eine Schleppe zum an- und abklipsen. Und wenn es abends kühler wird kann unsere Schleppe auch als Cape genutzt werden.“

Wer noch einen Tipp braucht, um am großen Tag auch wirklich cool zu bleiben, der rät Christina Delchmann zu einem Fächer, „er sieht edel aus und lässt sich als zusätzliches Accessoire nutzen.“ Einig sind sich beide bei Wasser-Sprays, ob für Gesicht oder Beine. „Da muss man gar nicht erst in die Drogerie. Eine leere Sprühflasche mit Wasser und Eiswürfeln füllen und ab und zu die Braut erfrischen.“ Die Gäste freuen sich übrigens ebenso über Erfrischungen. „Zum Beispiel mit Waschlappen aus der Tiefkühltruhe, die man sich in den Nacken legen kann.“, weiß Emanuel Hendrik. Den wohl wirkungsvollsten Trick, um absolut cool zu bleiben, hat er uns zum Schluss noch verraten: „Trinkt ́n Sektchen!“.

In diesem Sinne, allen Bräuten und Gästen eine wunderschöne Sommer-Hochzeit, auf der alle cool bleiben.

Die Redaktion dankt dem Designer Emanuel Hendrik (www.emanuelhendrik.de) sowie Christina Delchmann, Inhaberin von Brautmode Diamore (www.brautmode- diamore.de) herzlich für das Gespräch.

 

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