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COSMOPOLKA wedding | fashion – Ein Blick hinter den Kulissen

Bridal Times hatte das Vergnügen und die Ehre, hinter die Kulissen von COSMOPOLKA wedding | fashion in Hannover blicken zu dürfen. Wir berichten über den außergewöhnlich inspirierenden Austausch mit Gründerin & Geschäftsführerin Magdalena Mzyk.

Was hat Sie inspiriert, Ihr Brautmoden-Geschäft zu eröffnen und wie lange sind Sie schon in diesem Business?

Inspiriert hat mich die Suche nach meinem eigenen Brautkleid vor vier Jahren. Ich habe damals festgestellt, dass das Angebot in den gängigen Brautmodeläden sehr ähnlich und qualitativ nicht besonders hochwertig war. Mein Brautkleid fand ich schließlich bei einem kleinen Label in Polen. Alles wurde dort in Handarbeit und vor Ort aus besten Stoffen genäht. Das fand ich großartig und wollte sowas auch in Hannover anbieten. Nach und nach knüpfte ich dann Kontakte zu anderen Designerinnen und Labels in Polen, Deutschland und Frankreich, die ausschließlich vor Ort und in Ihren Ateliers produzieren. Ein Jahr nach meiner Hochzeit war es dann so weit und im April 2017 habe ich mein eigenes Geschäft eröffnet. Das ist mittlerweile über zwei Jahre her.

Erzählen Sie uns, was die Braut in spe in Ihrem Brautmodengeschäft entdecken kann.

Vor allem natürlich wunderbare Brautkleid-Kollektionen von großartigen Designerinnen und Designern, die ganz unterschiedlich in den Schnitten und der Stoffwahl sind! Was sie vereint ist diese unglaubliche Verliebtheit alle unserer Designerinnen zu Details und die hohe Verarbeitungsqualität. Manche Kreationen sind romantisch bis verspielt, andere wiederum feminin und sehr sexy.

Um unser Angebot abzurunden bieten wir auch handgefertigten Brautschmuck an, der individuell nach den Wünschen der Braut gefertigt werden kann. Und ganz wichtig für alle Frauen und nicht nur Bräute in spe: Wir haben auch tolle Schuhe!

Was ist einzigartig an Ihrem Geschäft?

Wir arbeiten nur mit Designerinnen zusammen, die ihre Kreationen vor Ort und in ihren eigenen Ateliers produzieren. Unsere Kleider und auch die Accessoires entstehen somit alle in Europa – z.B. in Berlin, Warschau, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main oder Colmar im Elsass. Für mich ist es wichtig, dass alle Brautkleider durch die Hände der Designer gehen und nicht sonst wo in der Welt aus billigen Stoffen und wie am Fließband produziert werden. Zu jedem Designer und jeder Designerin pflege ich einen persönlichen Kontakt und kenne auch die Arbeitsbedingungen vor Ort. Das ist mein Beitrag zur Nachhaltigkeit und Fairness und ein wichtiges Qualitätsmerkmal unserer Kollektionen. Diese Gewissheit, dass man auch bei der Wahl des Brautkleids bewusst und verantwortungsvoll für Mensch und Umwelt handeln kann, kommt bei unseren Kundinnen sehr gut an.

Besonders froh bin ich auch darüber, dass es einige Kollektionen, die wir im Angebot haben, in Deutschland exklusiv nur bei uns gibt. Das gilt nicht nur für die Brautkleider. Unsere Schuhe zum Beispiel werden in Handarbeit von einem traditionsreichen Familienunternehmen in der Nähe von Krakau gefertigt. Die Marke gibt es in Deutschland kaum zu kaufen. Dafür bekommt man die Schuhe in vielen Boutiquen in Rom, Mailand oder Genua. Was die Italienerinnen lieben, wollen wir den deutschen Mädels auch nicht vorenthalten!

Viele meiner Kundinnen sagen mir auch, dass Ihnen das besondere Ambiente, der Service und die Atmosphäre gefallen und dass sie sich sehr wohl und gut aufgehoben in meinem Geschäft fühlen. Das sind natürlich großartige Komplimente, die mich mit Stolz erfüllen, denn genau das möchte ich auch erreichen – dass meine Bräute gerne zu mir kommen und sich hier wohlfühlen. Einige bereuen sogar, dass sie nur einmal heiraten und nicht wieder kommen können. Ich sage dann immer: „komm doch nach deiner Hochzeit auf einen Kaffee vorbei“! Viele machen das dann auch tatsächlich. Das finde ich großartig!

Gibt es gerade bevorzugte Stile oder Trends die Sie bei den Bräuten bemerkt haben?

Viele Kundinnen „wünschen“ sich meistens das, was sie aus den Medien kennen, bzw. das, was die Medien gerade als Trends so anbieten. Meistens begrenzen sich dann die Wünsche auf „etwas Spitze und einen fließenden Rock“ oder auf „ein schlichtes Kleid“. Viele benutzen Ausdrücke wie „Boho“ oder „Vintage“, wissen jedoch nicht ganz genau, was sich dahinter verbirgt. Deshalb höre ich mir genau die Vorstellungen und Wünsche der Bräute an und zeige ihnen alle Möglichen, Optionen und Varianten von verschiedenen Kleidern. Jede Frau ist anders. Und so berate ich auch alle individuell und lasse dabei die so genannten „Trends” ein wenig außer Acht. Wichtig ist, dass die Braut sich mit ihrem Kleid identifizieren kann und sich darin wohl fühlt. Das Kleid sollte auch zur Location und zu einem gewählten Hochzeitsmotto passen.

Ich habe auch sehr viele Bräute, die keine Vorstellung von ihrem Brautkleid haben, aber nach etwas besonderem und ausgefallenem suchen. Auf die freue ich mich besonders, da ich mich mit meinen Ideen bei ihnen komplett austoben kann! Zum Schluss entstehen Kreationen, die es so selten gibt. Dieses Jahr waren zum Beispiel viele Hosenanzüge und Jumpsuits angesagt. Meistens in Verbindung mit einem Rock oder Cape, was das ganze noch aufregender macht.

Ausserdem bin ich der Meinung, dass auch ein Brautkleid zeitlos sein sollte. Es ist doch absolut cool, wenn die Braut das eigene Hochzeitskleid auch zu besonderen Anlässen, wie dem eigenen Hochzeitstag, zu Cocktailpartys oder Opernbesuchen anziehen kann.

 Wenn Sie einer Braut vor ihrer Suche nach einem Hochzeitskleid einen Rat geben könnten, welcher wäre das?

 Ich glaube, das wurde schon zigmal geraten, aber ich rate es trotzdem noch einmal: lass dich auf der Brautkleidsuche von deinen wichtigsten Personen begleiten. Sie sollten dich und deinen Geschmack gut kennen und deren Meinung sollte für dich wichtig sein. Auch wenn es dir schwer fällt, begrenze die Auswahl der Liebsten auf eine bis maximal drei Personen. Frage vielleicht auch andere Ex-Bräute nach ihren Erfahrungen. Die meisten sagen nämlich, dass sie, wenn sie noch einmal die Möglichkeit hätten, alleine losgehen würden.

Auch mehrere Anproben an einem Tag halte ich für sehr anstrengend. Sowohl für die Braut, die Begleitung als auch für die Berater. Die Bräute kommen meistens schon müde nach der vorherigen Anprobe an, können sich nicht mehr richtig konzentrieren und können die Anprobe dadurch nicht wirklich geniessen.

Erzählen sie uns von einer typischen Herausforderung und wie Sie diese meistern.

Die Frage kann ich sehr gut auf die vorherige Frage beziehen. Meistens ist für mich die größte Herausforderung, die wirklichen Wünsche und Vorstellungen der Braut zu erfahren. Die Bräute lassen sich leider oft von ihren Begleiterinnen verunsichern. Diese vergessen nämlich, dass die Braut im Mittelpunkt stehen soll und nicht die Wünsche der Freundinnen. Ich nutze die Zeit in der Umkleide, wenn ich mit der Braut alleine bin, um sie etwas zu beruhigen. Bei Unsicherheiten rate ich außerdem immer eine Nacht darüber zu schlafen.

In einem Job, in dem es um Emotionen geht, wie schützen Sie sich vor zu viel Stress?

So richtig ganz abschalten kann ich nur schwer. Dazu macht mir die Arbeit zu viel Spaß. Einen Ausgleich zu schaffen versuche ich dann durch mein Familienleben, durch Lesen oder – leider sehr unregelmäßig – durch Sport.

Was ist der schönste Teil Ihres Tages?

Da gibt es viele schöne Teile des Tages und auch wunderbare Momente! Das fängt mit dem morgendlichen Kaffee in meinem Geschäft an oder mit der Auswahl der Blumen, die ich immer frisch kaufe und im Laden aufstelle!

Aber der wirklich schönste Teil des Tages ist immer, wenn ich meine Kundin glücklich gemacht habe und wir gemeinsam das richtige Brautkleid für sie gefunden haben.

Ich bin vor jeder Anprobe immer freudig aufgeregt, weil ich im Vorfeld natürlich nie weiß, wie die Kundin aussieht, welchen Stil sie hat und was sie bevorzugt. Erst wenn ich sie kennenlerne weiß ich, welche Schnitte und Formen ihre Persönlichkeit hervorheben könnten. Ich lasse die Kundinnen zunächst selbst ihre Favoriten aussuchen. Parallel oder erst zum Schluss hole ich meine Vorschläge raus. Es klingt jetzt vielleicht etwas unbescheiden, aber meistens sind die Kleider, die ich aussuche, die Volltreffer. Es erfüllt mich mit großer Freude zu sehen, wenn eine Braut ihr Traumkleid gefunden hat und ich sie dabei unterstützen durfte.

Was war der beste Ratschlag, den Sie als Inhaberin eines Brautmodengeschäfts bekommen haben?

Vor allem am Anfang, als ich mit meinem Geschäft angefangen habe, gab es viele Ratschläge und nicht alle waren produktiv. Als Gründerin muß man lernen zu filtern und wirklich nur die Ratschläge beherzigen, die einen auch weiterbringen. Der beste Ratschlag war: »Mach weiter und bleibe deinen Ideen treu!«

Die Redaktion dankt Magdalena Mzyk von COSMOPOLKA wedding | fashion herzlich für das Gespräch.

Bildquelle: Diana Frohmüller

 

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