Zu Beginn des Jahres richten wir unseren Blick auf inspirierende Geschichten – und darauf, was mit Hingabe, Leidenschaft und Herz erreicht werden kann.
Im Oktober 2025 wurde Céleste Himmlische Brautmoden aus Bahlingen bei Freiburg bei den Wedding King Awards in Köln als „Beste Brautmode“ ausgezeichnet. Im Gespräch mit der Inhaberin Yasmin Ponader Céleste blicken wir auf ihren Weg, die Bedeutung dieser Auszeichnung und zwei Jahrzehnte Wandel in der Brautmodebranche zurück.

Yasmin Ponader Céleste, Inhaberin von Céleste Himmlische Brautmoden
Wie hat es sich für Sie und Ihr Team angefühlt, bei den „Wedding King Awards“ als Beste Brautmode ausgezeichnet zu werden?
Es war unglaublich. Wir waren alle so aufgeregt. Und es war wirklich noch einmal ein so unglaubliches Gefühl für das gesamte Team, dies erleben zu dürfen. Wir sind uns alle in den Armen gelegen und haben uns so sehr gefreut. Dieses Gefühl ist tatsächlich nicht in Worte zu fassen. Man kann es nur erleben.
Wie haben Sie sich dazu entschieden, an den Wedding King Awards teilzunehmen, und wie verlief der Bewerbungsprozess für Sie?
Es war tatsächlich eine Idee meines Teams. Für mich war das eigentlich etwas Unerreichbares. Aber mein Team hatte von diesem Award gehört und wollte unbedingt mitmachen. Die ganze Zeit war furchtbar aufregend, da man sich von anderen bewerten lässt und sich ja auch mit anderen vergleicht. Die Bewerbung selbst war recht unkompliziert. Ich habe mich zuerst schriftlich beworben, dann gab es noch einen Call und anschließend war man mit im Boot. Aber danach wurde es dann richtig spannend.
Was waren Ihre ersten Eindrücke von den „Wedding King Awards“ und welche Bedeutung haben diese Ihrer Meinung nach für unsere Branche?
Zuerst konnte ich alles gar nicht einschätzen. Wir hatten ja noch nie von diesem Award gehört. Aber als wir dann dabei waren, wurde mir bewusst, wie groß das alles ist. Wie viele Brautstudios sich dort bewerben, wie viele Dienstleister insgesamt teilnehmen.
Ich glaube, dass dieser Award für uns alle eine tolle Möglichkeit ist, Anerkennung für die Arbeit zu bekommen, die jeder Einzelne jeden Tag leistet. Wir machen Menschen glücklich und arbeiten in der Regel ganz leise im Hintergrund, damit die Hochzeit am Ende einfach perfekt wird. Von uns allen bekommt man oft nicht viel mit. Jetzt dürfen wir aus dem Schatten treten und zeigen, was wir können und wer wir sind. Das ist großartig.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Ihr Name schließlich verkündet wurde?
Ganz ehrlich, mein Kopf war in diesem Moment unglaublich leer. Ich habe einfach nur reagiert. Die Anspannung vor dieser Sekunde war so unglaublich hoch. Unbeschreiblich. Die ganzen Emotionen kamen tatsächlich erst danach, zusammen mit meinem Team. Und da hat sich die ganze Freude dann einfach multipliziert, und wir sind uns alle in die Arme gefallen. Es war pure Erleichterung und Freude. Vor allem habe ich mich so sehr für mein Team gefreut, weil sie einfach alles gegeben haben. Sie sind die wirklichen Gewinner dieses Awards.
Was, glauben Sie, hat die Jury besonders überzeugt, und wodurch hebt sich Ihr Brautmodengeschäft besonders hervor?
Die Jury waren ja unsere Kunden, unsere Follower, die Gäste im Saal – einfach alle, die diesen Award verfolgt haben. Wir haben überzeugt, weil wir so waren, wie wir wirklich sind: sympathisch, authentisch, familiär und einfach wir selbst. Wir haben uns immer in allen Facetten gezeigt, sodass man uns wirklich kennenlernen konnte. Und genau das hebt auch unser Geschäft hervor. Das Wort „Célestefamily“ ist nicht einfach nur ein Begriff, sondern wir leben das. Unsere Kundinnen und Kunden sind vom ersten Moment an Teil dieser Familie, und das spüren sie. Das bekommen wir immer wieder zu hören: dass wir eine ganz besondere Atmosphäre haben und man sich bei uns besonders fühlt. Das macht uns aus.
Können Sie uns ein wenig über Ihren beruflichen Werdegang erzählen und darüber, wie Sie Ihren Einstieg in die Hochzeitsbranche gefunden haben?
Ende 2004 habe ich aus einer Laune heraus beschlossen, ein Brautmodengeschäft zu eröffnen. Innerhalb von vier Wochen haben wir 150 Second-Hand-Kleider gesammelt und dann bei uns zu Hause im Dachgeschoss gestartet. Der Start war fulminant, und wir hatten vom ersten Tag an tolle Bräute.
Schon nach zwei Jahren wurden die Räumlichkeiten zu klein, und wir sind in ein richtiges Geschäft bei uns im Ort an die Hauptstraße gezogen. Ab da hatten wir dann auch Neukleider. Nach weiteren zwei Jahren mussten wir erneut neue Räume suchen, da es einfach zu viele Anfragen gab, die wir nicht bedienen konnten.
Im nächsten Geschäft – alles immer an dieser Hauptstraße in Bahlingen – haben wir die Herrenmode mit aufgenommen und uns von der Second-Hand-Mode verabschiedet. Als auch das wieder zu klein wurde, haben wir den Entschluss getroffen, zwei Geschäfte nebeneinander zu kaufen und ein Herren- und ein Damenhaus zu gestalten. Seitdem sind wir in unserer Größe unverändert geblieben.
Wir sind jetzt seit 20 Jahren im Geschäft. 2025 war unser Jubiläumsjahr, und gerade in diesem Jahr ist so viel passiert. Es ist unfassbar.

Was haben Sie gelernt, seit Sie ein Brautmodengeschäft haben, was Sie vorher nicht erwartet hätten?
Wie unglaublich schön es ist, zu arbeiten. Ich war vorher Banker und kam dann in eine Welt voller Herz und Magie. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht gerne ins Geschäft gehe. Es ist so erfüllend, die strahlenden Augen der Bräute zu sehen und so oft diesen Magic Moment miterleben zu dürfen.
Was ich allerdings nicht erwartet habe, ist die große Veränderung, der wir derzeit im Brautmodengeschäft unterliegen – angefangen bei wirtschaftlichen Veränderungen über KI, Generation Z bis hin zu Social Media. So viele Einflüsse, und wir passen uns täglich daran an, um der Zeit gerecht zu werden. Früher hatten wir ein Geschäft, und die Kunden kamen einfach hinein. Fertig. Heute sind wir Influencer, Moderatoren und Partygirls. Wir öffnen unsere Geschäfte für Walk-in-Days, zeigen uns auf Instagram und TikTok und schlüpfen selbst in Brautkleider, um diese den Brides-to-be zu präsentieren.
Das muss man erst lernen und die eigene Komfortzone verlassen. Nicht jeder fühlt sich vor der Kamera wohl.
Wenn Sie zurückblicken, worauf sind Sie besonders Stolz und welche besonderen Menschen haben Sie auf diesem Weg begleitet und motiviert?
Ich bin sehr stolz darauf, dieses Geschäft seit 20 Jahren so erfolgreich zu führen – mit einem Team, das mir sehr ans Herz gewachsen ist und alles gibt, um Braut und Bräutigam glücklich zu machen. Die Belohnung war in diesem Jahr tatsächlich der Wedding King Award, der uns gezeigt hat, dass sich all das lohnt, was man tut.
Ganz besonders möchte ich mich aber auch bei meiner Familie bedanken. Bei meinem Ehemann, der es immer akzeptiert, wenn ich sonntags arbeite oder abends sehr spät nach Hause komme. Er hilft, wenn wir bei Walk-in-Days einen Cocktailmixer brauchen oder bei Messen Aufbauhilfe. Er steht hinter mir und fängt so vieles auf. Ohne ihn wäre das alles nicht möglich. Meine Mama, die von Anfang an mit dabei war und bis vor Kurzem eine der besten Schneiderinnen im Team war. Jetzt lässt sie es etwas ruhiger angehen, schneidert aber immer noch viele Kleider.
Meine Schwester, die sogar den Namen für das Geschäft ausgesucht hat und von Beginn an mit dabei ist. Zuerst als helfendes Familienmitglied, seit über zehn Jahren verantwortlich für Buchhaltung und Personal. Sie hilft mir oft dabei, meine Gedanken zu sortieren, und bringt immer einen anderen Blickwinkel ein. So finden wir gemeinsam häufig den richtigen Weg.
Auch ein Dank an meine Kinder, die mich nie als Vollzeit-Mama erlebt haben, sondern immer „mit dabei“ waren. Ich hoffe, dass eines meiner Kinder den Weg zurückfindet, um das Geschäft in eine neue Zeit zu führen – aber derzeit sieht es nicht danach aus.
Das ist auch nicht schlimm, denn ich werde sicher noch 20 Jahre hier arbeiten. Und das mit Leidenschaft.
Wir bedanken uns bei Yasmin Ponader Céleste für dieses Interview.
Weitere Informationen zu Céleste Himmlische Brautmoden finden Sie hier.
Bildquellen: Capture Life Photo & Film via Wedding King Awards, Wedding King Awards




